Pädagogischer Tag zur Erinnerungskultur für die Geschwister Scholl


Das Lehrerkollegium des Geschwister Scholl-Gymnasiums widmete am Mittwoch, dem 14. Februar 2018, anlässlich des 75. Todestages der Geschwister Hans und Sophie Scholl einen eigenen Pädagogischen Tag.

Der Pädagogische Tag wurde mit dem Gesamtkollegium unter anderem in der Gedenkstätte EL-DE-Haus, einem ehemaligen Gestapo-Hauptquartier, in Köln verbracht. Das EL-DE-Haus ist seit 1979 als NS-Dokumentationszentrum Gedenk-, Lern- und Forschungsort in einem. Zudem erhielten die Lehrerinnen und Lehrer die Gelegenheit an einer der drei angebotenen Stadtteilführungen teilzunehmen.

Die Stadtteilführung zum Thema „Von Navajos und Edelweißpiraten“ befasste sich thematisch mit unangepassten Jugendlichen in der Zeit des Nationalsozialismus, insbesondere mit den Jugendgruppen, die unter den Namen Navajos und später auch Edelweißpiraten vom NS-Regime verfolgt wurden. Im Rahmen der zweiten Stadtteilführung „Treffpunkt Ehrenfeld“ wurde die Gruppe der interessierten Lehrerinnen und Lehrer thematisch mit Geschichten von angepassten und unangepassten Jugendlichen im Arbeiter-Viertel Ehrenfeld sowie der Verfolgung jüdischer Familien und Zwangsarbeiter in der NS-Zeit konfrontiert. Die Stadtteilführung zum Thema „Erinnerungskultur als gesellschaftlicher Prozess“ beinhaltete sowohl eine Führung des EL-DE-Hauses als auch die Besichtigung von Kölner Denkmälern. Leitfragen hierbei waren vor allem: Wer erinnert wann an wen? sowie Welche politischen Interessen stehen dahinter? 

Anschließend fand im ELDE-Haus eine Fortbildung mit dem Arbeitstitel „Geschwister Scholl – ein Name, der verpflichtet“ statt. Hier wurden Beispiele und Möglichkeiten der Erinnerungskultur, auch von anderen namenstragenden Institutionen, vorgestellt und Ansätze für die eigene Weiterarbeit – insbesondere im Hinblick auf den 75. Todestag von Hans und Sophie Scholl – entwickelt.