Leistungskurs der Q2 operiert im Bioraum


LN v. 10.03.2018 (Foto: LN) - Ein gezielter Schnitt, Fäden ziehen, ein prüfender Blick – und fertig. Gestern fand am Geschwister-Scholl-Gymnasium der erste Teil des Projekts „Schule trifft Chirurgie“ statt.

Gemeinsam mit Fachpersonal des Klinikums Hellersen erlernten die Schüler des Bio-Leistungskurses (LK) der Q2 Grundtechniken, die für Operationen wichtig sind. In der nächsten Woche sind sie in der Chirurgie am Klinikum zu Gast.

Die Tische sind mit Tüchern bedeckt, überall liegen Scheren, lange Fäden und dazwischen: Schweinefüße. Auf den Stühlen sitzen Schüler, sie tragen blaue Handschuhe und Kittel. Der Raum gleicht einem Operations-Saal. „Die Schüler probieren heute verschiedene Grundtechniken aus, die bei Operationen wichtig sind“, erklärt Biolehrer Michael Haferberger.

Operation mit Simulator

Einen Raum weiter steht der andere Teil der Schüler-Gruppe vor einem Bildschirm. Dieser ist an einen Simulator angeschlossen. Mithilfe des Geräts lernen die Jugendlichen, wie eine minimalinvasive OP funktioniert. Haferberger: „Bei dieser Art von Operation werden nur ein paar kleine Löcher in den Bauch geschnitten. Durch diese werden eine Kamera und das Operationsbesteck eingeführt.“

Bereits zum zehnten Mal finde das Projekt statt. Mithilfe der Aktion werden die Schüler für das Thema Darmkrebs sensibilisiert. Vom Klinikum sind unter anderem die Professoren Johannes Friemann, Direktor der Pathologie; Christopher Kelm, Leiter des Darmkrebszentrums und Gerhard Heil, Direktor der Hämatologie und Onkologie, beteiligt.

Besuch der Chirurgie

Während der nächsten Woche besuchen die Schüler in Kleingruppen die Chirurgie im Klinikum und nehmen an einem Arbeitstag der Ärzte teil.

Hintergrund - Darmkrebs betrifft Erwachsene im Alter zwischen dem 30. und 80. Lebensjahr. Pro Jahr gibt es circa 80 000 Neuerkrankungen in Deutschland. Um sich vor der gefährlichen Erkrankung zu schützen, sollte man regelmäßig zur Prophylaxe gehen. Mithilfe einer Darmspiegelung lässt sich überprüfen, ob bösartige Polypen – Auslöser für Darmkrebs – im Darm sind. So lässt sich das Risiko einer Erkrankung minimieren