Appell für die Vorsorge


LN v. 20.03.2018 - Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland - und nimmt in Europa zahlenmäßig dramatisch zu. Vor allen Dingen: Darmkrebs ist im frühen Stadium heilbar, kann durch eine vorsorgende Darmspiegelung sogar verhindert werden. Ein Thema, was jeden betreffen kann. So war auch das Seminar "Gesundheit im Dialog", das am Samstag - gestaltet von Medizinern und Staberger Gymnasiasten - im Seminarzentrum des Klinikums unter dem Motto "Das Mikrobiom" stand, gut besucht.

Prof. Dr. Christopher Kelm, Direktor der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie am Klinikum Lüdenscheid sprach in seinem Vortrag über die Statistik des Darmzentrums und gab eine Einführung in das Mikrobiom. “Die Gesamtheit der Mikroorganismen hat eine große Bedeutung für die Darmgesundheit.” Er appellierte an die Wichtigkeit der Vorsorge.

Prof. Dr. Gerhard Heil sprach über das Mikrobiom aus Sicht des Onkologen und über Behandlungsmethoden.

Oberarzt Dr. Sven Schröder hatte den chirurgischen Part übernommen und sprach über spezielle Operationstechniken, durch die schon bessere Prognosen für Patienten erreicht wurden. Trotz allem appellierte er für rechtzeitige Vorsorge. Die flächendeckende Darmkrebsfrüherkennung mittels Darmspiegelung sei, trotz entstehender Kosten, in einer immer älter werdenden Bevölkerung der richtige Schritt, um Darmkrebs frühzeitig zu behandeln.

Über den Aufbau von Bakterien sprachen die Schüler des Biologie-Leistungskurses der Staberger Gymnasien - Joscha, Felix, Leoni und Kristin. Gemeinsam mit Kurslehrer Michael Haferberger hatten sie erforscht, wie Bakterien sich verändern können. “Gerade Darmkrebs kann durch vernünftige Aufklärung verhindert werden”, sagte Haferberger.

Die Ausgangsfrage war: Ist Liebe unter Bakterien möglich? - “Bakterien sind nicht nur schädlich”, lautete das Fazit.

In einem dreiwöchigen Projekt ging es um Bakterien. Das Thema wurde in der ersten Woche im Unterricht behandelt, in der zweiten Woche nahmen die Schüler in kleinen Gruppen am Klinikalltag teil, in der dritten Woche wurde die Informationsveranstaltung vorbereitet.

Bereits im zehnten Jahr fand im Rahmen der Reihe “Gesundheit im Dialog” - einer Kooperationsveranstaltung zwischen Klinikum, Schule und der AOK Nordwest - der Infotag, gestaltet von Abiturienten und Medizinern, statt.