Dem Namen verpflichtet


Projektkurs der Staberger Gymnasien gestaltet Ausstellung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht

Ein Projektkurs aus Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl- und des Zeppelin-Gymnasiums unter der Leitung des Geschichtslehrers Peter Stangier (GSG) hat im vergangenen Schuljahr eine Ausstellung zu den Geschwistern Scholl und der Weißen Rose sowie deren zeitgeschichtlichem Hintergrund entwickelt. Die Ausstellung soll am 9. November im Rahmen der Gedenkveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht in der Stadtbücherei eröffnet werden und den gesamten November über Besucherinnen und Besuchern offenstehen.

Für die Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ist die Präsentation der Ausstellung zugleich der Abschluss des Gedenkjahres rund um die Namensgeber der Geschwister Hans und Sophie Scholl. Anlässlich der Gründung der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ pflanzten Schülerinnen und Schüler im Juni 2017 gemeinsam mit dem STL 75 weiße Rosensträucher auf der Grünfläche vor der Hauptfassade des Schulgebäudes. Am 22. Februar 2018 ehrte das Geschwister-Scholl-Gymnasium am 75. Jahrestag der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl seine Namensgeber mit 75 weißen Papierrosen, die die Schülerinnen und Schüler – versehen mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Gedanken – an den Fensterscheiben des Foyers befestigten.

Mit der Ausstellung im Rahmen des Gedenkens zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht findet sich nun ein würdiger Abschluss für die Jubiläumsaktivitäten der Schülerinnen und Schüler, der noch einmal unterstreicht, gegen welches menschenverachtende System die Mitglieder der Weißen Rose gekämpft haben. „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich aktiv mit den Namensgebern ihrer Schule und mit den Idealen, für die Hans und Sophie Scholl eingetreten sind, auseinandersetzen“, erklärt Schulleiterin Michaela Knaupe. Und weiter: „Unsere Schule bleibt ihrem großen Namen verpflichtet und wird das Gedenken an die Geschwister Scholl und den daraus erwachsenden Auftrag, Unrecht zu bekämpfen und Verantwortung zu übernehmen, noch stärker in das Zentrum des schulischen Alltags rücken.“