Studienfahrt ins Rheinland


Vielfältige Eindrücke boten sich einer Gruppe aus Schülern des Leistungskurses Geschichte und des Grundkurses kath. Religion der Jahrgangsstufe Q1 bei einer dreitägigen Studienfahrt nach Köln und Bonn.

Den Auftakt nach der Ankunft in Köln am Donnerstagmittag bildete eine Stadtteilführung durch Köln-Ehrenfeld auf den Spuren der „Edelweißpiraten“, einer Gruppe unangepasster Jugendlicher während des Nationalsozialismus. Hierbei wurden die Schüler u.a. mit der Frage konfrontiert, wo Widerstand gegen den NS anfing. Besonders eindrücklich wirkte auf Schüler und die begleitenden Lehrer der anschließende Besuch im ELDE-Haus, der zu einer Gedenkstätte umgebauten ehemaligen Gestapo-Zentrale für das Rheinland.

Nach dem Bezug der Unterkunft ging es vorbei an der Synagoge in der Roonstraße – einem Zeugnis jüdischen Lebens im heutigen Köln – durch die Neustadt-Süd, wo sich die Schüler ein Bild von den städtebaulichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts machen konnten, weiter über den Inneren Grüngürtel mit Universität und schließlich über die Aachener Straße zum Neumarkt.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der alten Bundeshauptstadt Bonn, Schauplatz vieler Ereignisse, die den Schülern beim Besuch des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nahegebracht wurden. Anschließend ging es für die Gruppe vom Staberg – nicht ohne genaue Sicherheitsüberprüfung – vorbei an Bundeskanzleramt und Palais Schaumburg, dem Dienstsitz Konrad Adenauers, in den Kanzlerbungalow, von Ludwig Erhard bis Gerhard Schröder Wohn- und Empfangsgebäude der Bundeskanzler und entsprechend reich an kleineren und größeren Geschichten. Bei strahlendem Sonnenschein und Frühlingstemperaturen erkundete die Gruppe anschließend das ehemalige Regierungsviertel und gelangte entlang des Rheins und über die Hofgartenwiese ins Zentrum von Bonn.

Der Samstag bot mit dem Besuch des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museums Einblicke in die unterschiedlichsten Kulturen der Welt und konfrontierte die Schüler mit der kolonialen Vergangenheit, die in vielfacher Weise bis heute nachwirkt. Ein Gang ins Zentrum der Stadt, vorbei an den Ruinen der Kirche St. Alban – ein Mahnmal gegen den Krieg, mit einer Kopie der Skulptur des trauernden Elternpaares von Käthe Kollwitz – über die Ausgrabungen rund um das Rathaus und zum Dom rundeten die Exkursion ab. (stg)