Erinnerungskultur - Scholl-Biograf Dr. Robert M. Zoske spricht vor Schülerinnen und Schülern der Oberstufe


Der Widerstand der Weißen Rose gegen das NS-Regime und das Schicksal der Geschwister Scholl und ihrer Mitstreiter ist für jede Schüler-Generation am Geschwister-Scholl-Gymnasium ein wichtiges Thema. Am Mittwochnachmittag versprach der Theologe und Historiker Dr. Rober M. Zoske dennoch, bei seinem Vortrag vor Oberstufenschülern in der Scholl-Aula ein neues Licht auf die Person Hans Scholl zu werfen. Im Mittelpunkt des Referats, das Zoske mit Fotografien und Abbildungen von originalen Quellen veranschaulichte, stand die Frage, was Hans Scholl motiviert hat, sich aktiv im Widerstand gegen die Nationalsozialisten zu engagieren.

Zugrunde lagen den Ausführungen Zoskes eigene Forschungen in dem umfangreichen Nachlass von Inge Scholl, der älteren Schwester von Hans und Sophie, der in München archiviert ist. 2014 hat Zoske anhand dieser neu erschlossenen Quellen über das Leben von Hans Scholl und seine Motivation zum Widerstand promoviert. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er die Biografie „Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose“.

Aus Briefen und Gedichten, von Hans Scholl verfasst, hat Zoske sechs Faktoren erarbeitet, die seiner Meinung nach Scholl geprägt und zu dem gemacht haben, was er wurde: sein Elternhaus, seine Verbundenheit zu Jungenschaft, seine Bisexualität, seine Mentalität, seine eigene Kriegserfahrung im Lazarett und seine Erlebnisse in Russland.