Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht für Staberger Gymnasiasten 28.10.19 und 11.11.19 -wol-


Das erklärte Ziel von ‘Traffic Deadline’ und dem Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht ist, junge Fahrerinnen und Fahrer auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und zur Senkung der Unfallzahlen im Märkischen Kreis beizutragen.

Dieser Maxime folgend, haben 28 Fahranfänger am 24.10.und 11.11.19 in der Praxis erprobt, Fehlverhalten mit dem eigenen Auto zu vermeiden.

Auf dem Verkehrsübungsplatz im Sauerland-Park Hemer erwartete die Teilnehmer ein umfangreiches Fahrsicherheitstraining, das nach den Richtlinien des DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat) seit nunmehr 15 Jahren angeboten wird.

Die Moderatoren, Axel Strüver und Uwe Düchting -seit vielen Jahren ein eingespieltes Team- begrüßten die jungen Fahranfänger, teilweise in Begleitung eines Elternteils, im Seminarraum der Verkehrswacht.

In ihrer Ansprache berichteten die beiden Sicherheitsberater den Teilnehmern von ihren Erfahrungen bei der Aufnahme von Unfällen. Hier seien vor allem junge Fahrer im Alter von 18 – 25 Jahren überdurchschnittlich häufig beteiligt.

Hierdurch wurden den Teilnehmern die besonderen Gefährdungen junger Fahrer nachhaltig ins Bewusstsein gerückt und der Sinn und Zweck für ein solches Fahrtraining deutlich: Sicherheitsbewusstes, rücksichtsvolles und verantwortliches Handeln im Verkehrsraum.

Die erste fahrpraktische Aufgabe war Slalomfahren. Die Geschwindigkeit konnte von den Teilnehmern zunächst frei gewählt werden.

In der anschließenden Nachbesprechung gingen die Moderatoren auf typische Fehler beim schnellen Richtungswechsel ein:

  • Übergreifen oder einhändiges Drehen mit der flachen Hand beim Lenken,
  • zu kurzer Blick vor die Motorhaube und
  • falsche Sitzposition, meist zu weit vom Lenkrad entfernt.

Wie man es richtig macht, zeigte Strüver den Schülern vor den nächsten Durchgängen:

  • Hände in „Viertel-vor-Drei“-Position am Lenkrad und Arme überkreuzen beim Lenken,
  • Blick weit vorausschauend auf die letzte Pylone und
  • etwa eine knappe Armlänge Abstand (bis zum aufliegenden Handgelenk) zum Lenkrad, Beine und Arme leicht gebeugt und die Schultern fest in den Sitz gepresst.

In den darauf folgenden Fahrmanövern ließ sich schon das zunehmende Fertigkeitsniveau -auch unter den Augen einiger Eltern- der Teilnehmer beobachten.

Und bei allem ernsten Hintergrund dieses Fahrtrainings kam auch der Spaß an der Sache nicht zu kurz, was vor allem an der freundlichen und lockeren Art der beiden Moderatoren lag.

Es folgten Übungen wie Gefahrbremsungen aus verschiedenen Geschwindigkeiten und das Erfahren von Fliehkräften und Grenzen der Fahrphysik in der Kreisbahn. Außerdem Funktion und die Wirkung von ABS und ESP.

Richtiges Bremsen in der Kurve (auch auf nasser Fahrbahn), Bremsen geradeaus einseitig glatt sowie Bremsen und Ausweichen vor einem Hindernis auf glatter Fahrbahn waren weitere Lektionen dieses Lehrgangs.

Die Übungen hierzu waren so aufgebaut, dass die Teilnehmer die Aufgaben, die ihnen die Moderatoren stellten, zunächst selbstständig mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bewältigen versuchten. Nach einer kurzen Besprechung mit Korrekturanweisungen begaben sie sich anschließend erneut an die Fahrmanöver, die ihnen fast durchweg besser gelangen.

Nach der abschließenden gemeinsamen Auswertung waren sich die Schülerinnen und Schüler über die Notwendigkeit und Effizienz eines solchen Fahrtrainings einig.