Auf den Spuren der Geschwister Scholl

Studienfahrt nach München und Dachau


Eine Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q2 nutzte die Exkursionstage im Januar 2020 für eine Fahrt nach München und Dachau. Anhand eines stadthistorischen Rundgangs lernten die Fahrtteilnehmer die bayerische Landeshauptstadt als ein frühes Zentrum Hitlers und seiner Bewegung kennen. Hier fielen Hitlers Parolen während der Weimarer Republik auf fruchtbaren Boden, hier scheiterte sein „Marsch auf Berlin“ am 9. November 1923, hier befanden sich nach der sog. Machtergreifung mit der Feldherrnhalle, dem „Führerbau“ und dem „Braunen Haus“ zentrale Kultorte und Schaltstellen des NS-Staates.

Das „andere München“ lernten die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag in der „DenkStätte Weiße Rose“ am Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität kennen. Am zentralen Erinnerungsort zur Geschichte des studentischen Widerstands der Weißen Rose – hier wurden die Geschwister Scholl am 18. Februar 1943 beim Auslegen von Flugblättern an die Gestapo verraten – eröffnete die neue Dauerausstellung einen umfassenden Blick auf die Geschichte der Weißen Rose und stellte ihren Widerstand in den Kontext von NS-Terrorherrschaft und verbrecherischem Krieg. Über den historischen Ort und die Ausstellung hinaus erkundeten die Schüler aber auch Erinnerungsorte im unmittelbaren Umfeld der Universität, etwa das Wohnhaus des Hitler-Attentäters Georg Elser.

Am zweiten Tag der Studienfahrt stand ein ausführlicher Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Dachau an, einem KZ, das nahezu über die kompletten 12 Jahre der NS-Herrschaft in Betrieb war und in dem nach Schätzungen etwa 40.000 Menschen den Tod fanden. Hier boten sich den Schülerinnen und Schülern im Rahmen eindringlicher und anschaulicher Führungen tiefe Einblicke in die wohl dunkelsten Jahre deutscher Geschichte, deren Erbe als Mahnung wachgehalten werden muss. Um viele Eindrücke reicher ging es nach zwei intensiven Tagen zurück nach Lüdenscheid.